Werte

Liebe Angie, herzlichen Dank, dass Du unsere Werte hoch hältst!

Written by Jürgen Fischer. Posted in Werte

Das Kinderhilfswerk UNICEF veröffentlichte vor wenigen Tagen einen Bericht über Flüchtlingskinder. Demnach sind aktuell weltweit circa 50.000.000 Kinder (50 Millionen!!!) auf der Flucht.

Justin Forsyth, der stellvertretende UNICEF-Direktor lobte in diesem Zusammenhang gegenüber der ARD unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel als ein gutes Beispiel für die Welt: „Angela Merkel ist außerordentlich mutig und von Prinzipien getrieben. Eine der größten Menschenfreunde unserer Zeit. Die Deutschen sollten stolz sein, eine Kanzlerin mit diesen Prinzipien zu haben.“ (zitiert aus focus-online).

Und was passiert bei uns? Die Entscheidung der Bundesregierung zum Öffnen der Grenzen wird zur Katastrophe erklärt und in der Folge so groß geredet, als würde der Weltuntergang unmittelbar bevorstehen. Rechtspopulisten und mittlerweile auch durchaus größere Bevölkerungsanteile scheinen davon auszugehen, dass unsere Angie für die nächsten 100 Jahre einen unbegrenzten Zuwanderungsstrom einleiten wollte. Vermutlich befürchten einige, dass Angie bis 2025 insgesamt 80 Millionen Flüchtlinge aufnehmen und damit die Bundesbevölkerung zahlenmäßig verdoppeln oder gar die eine Hälfte durch die andere austauschen wollte. Dass die Flüchtlingszahlen mittlerweile deutlich gesunken sind, ignoriert man geflissentlich, es passt nicht ins Weltuntergangsszenario.

Politisch Verfolgte und durch Kriege verfolgte Menschen genießen in Deutschland nach Artikel 16 unseres Grundgesetzes ein Recht auf Asyl. Frau Merkel hat nichts anderes getan, als dieses Recht in einer für die Menschen schwierigen Situation umzusetzen.

All diejenigen, die sich über Frau Merkels Entscheidung echauffieren, würden ihre Meinung sofort ändern, wenn man sie verfolgen würde und sie mit ihren Kindern auf der Flucht wären. Die Lautschreier wären die ersten, die ihre Grundrechte einfordern würden. Denkwürdig ist, dass man sich in den Landstrichen am meisten zu echauffieren scheint, in denen der Ausländeranteil am geringsten ist.

Eine Entscheidung im Nachhinein und unter Kenntnis der eingetretenen Konsequenzen anders zu bewerten als vor der Entscheidung, ist schlichtweg dumm. Denn vor einer Entscheidung herrschen Unsicherheit und Ungewissheit. Im Nachhinein ist man immer schlauer – wobei das noch lange nicht für alle gilt.

Von: Jürgen Fischer -