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Voll die Seuche

Written by Jürgen Fischer. Posted in Gesundheit, Krankheiten, Seuchen, Weltuntergang

Was geht mir diese Corona-Hysterie auf den Sack! So viel geballter Unsinn in derart kurzer Zeit ist mir lange nicht mehr untergekommen. Im Netz ticken mittlerweile auch Menschen völlig aus, denen ich bis vor kurzem noch normalen Menschenverstand unterstellt hatte. Das war ein Irrtum.

Ich weiß nicht, wie oft ich den folgenden Satz in den letzten Wochen lesen musste: „Man kann einen Grippevirus doch nicht mit dem Coronavirus vergleichen.“ DOCH!!! Das kann man und ich mache das jetzt ganz einfach, womit nochmals der Beweis erbracht wäre, dass Mann es kann.

Wie schwachsinnig ist bitte die Aussage, dass man irgendwas nicht machen kann, wenn diese Aussage eine Reaktion auf genau das ist, was man angeblich nicht machen kann. Viele sagen den Satz, obwohl ihnen gerade vorgeführt wurde, dass man es kann. Das Schlimme ist, die merken nicht einmal, wie schwachsinnig ihre Aussage ist. Man kann auch Äpfel mit Birnen vergleichen, die im Übrigen gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Etwas miteinander zu vergleichen, trägt seit jeher zum Erkenntnisgewinn bei, und zwar selbst dann, wenn man es vermeintlich nicht miteinander vergleichen kann, wie zum Beispiel Äpfel und Birnen oder Männer und Frauen oder Grippe-Viren und den Coronavirus.

Beides sind Viren. Grippe und Corona zählen beide zu den RNA-Viren. Viele Symptome sind ähnlich oder sogar gleich, wie Fieber, Husten und manchmal Halsschmerzen. Beide Viren können zum Tod führen, und zwar insbesondere bei älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem. Es gibt einige weitere Gemeinsamkeiten, und natürlich auch Unterschiede, wie bei Äpfeln und Birnen sowie Mann und Frau.

Natürlich darf ich nach Auffassung einiger Menschen die Grippe nicht mit Corona vergleichen, aber Sie wissen, ich bin renitent und mache es trotzdem. Denn das ist durchaus aufschlussreich. In Deutschland wurden seit Oktober 2019 insgesamt 150.000 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch Institut übermittelt. Knapp 250 Menschen sind an der Grippeerkrankung seitdem gestorben. Da spricht aber keiner drüber, Grippe klingt schließlich auch nicht so dramatisch wie Sars-CoV-2.

Wiederholt wurde behauptet, die Letalität – also das Verhältnis der Todesfälle zur Anzahl der Infizierten bzw. Erkrankten – sei beim Coronavirus deutlich höher als bei der Grippe. Zum Glück gibt es noch ein paar wirkliche Fachleute, die darauf hinweisen, dass man dazu noch wenig sagen kann und diese Aussage ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit richtig. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Zahlen aus China in Bezug auf die Anzahl der Infizierten nicht richtig sind. In Italien ist ebenfalls davon auszugehen, dass die Anzahl der Infizierten weitaus höher als die Anzahl der erfassten Infizierten ist. Daher ist die vermeintliche Sterberate in Italien zurzeit um ein x-faches höher als beispielsweise bei uns in Deutschland. Es gibt aber auch Stimmen, die die Ansicht vertreten, dass in Italien die Todesursache Coronavirus besser überprüft würde als in Deutschland. Allerdings ändert das nichts an dem wahrscheinlichen Fehler bei der Bestimmung der Anzahl der Infizierten. Man kann natürlich auch annehmen, dass die Statistiken aus Italien verlässlicher als die aus Deutschland sind. Die Wahrscheinlichkeit hierfür sollte jeder selbst kurz einschätzen. Aus meiner Sicht kann man ausschließen, dass es sich um ein rassistisches Virus handelt, das einige Nationalitäten stärker betrifft. Selbst in Deutschland, wo wir ein gutes Erfassungssystem haben, dürfte die Anzahl der Infizierten deutlich höher als die Anzahl der erfassten Infizierten sein. Schätzen Sie kurz selbst: Wie hoch ist wohl der Anteil der Menschen, die bei einem Tag Fieber und ein bisschen Halsweh direkt zum Arzt rennen, wenn die Symptome am nächsten Tag schon wieder vorbei sind. Denn genauso verläuft „Corona“ bei vielen Erkrankten und manche merken gar nichts. Die Wahrscheinlichkeit, dass nicht alle zum Arzt gegangen sind, liegt exakt bei 100 %. Daher sind die angeblichen Sterberaten viel zu hoch. Die Bezugsgröße bei der Berechnung der Letalität ist die Anzahl der Infizierten. Und die Zahl der erfassten Infizierten ist mit Sicherheit in den meisten Ländern geringer als die Anzahl der wirklich Infizierten, auch bei uns in Deutschland. Wir hatten vor ein paar Tagen in Deutschland ca. 1.500 an Corona Erkrankte und 3 Tote, was einer Letalität von 0,2 Prozent entspricht. Aktuell gibt es in Deutschland über 2.300 Erkrankte und 5 Tote. Die Letalität liegt somit weiterhin bei 0,2 Prozent.

Tatsache ist, dass die Grippewelle 2017/18 – die ich natürlich nicht mit dem Coronavirus vergleichen darf – nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet hat. Tatsache ist ebenfalls, dass es auch beim Coronavirus zu einer höheren Durchdringung kommen wird und insofern noch mehr Menschen sterben werden. Tatsache ist auch, dass in Deutschland im Jahr 2019 über 3.000 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind, genauso viele wie bislang durch das Coronavirus auf der gesamten Erde (siehe hierzu Gigerenzer im Handelsblatt). Warum ist die Angst vor Corona größer als vorm Autoverkehr, obwohl Autofahren weitaus gefährlicher als das Coronavirus ist?

Einige „Epidemiologen“ prophezeien, dass der neue Erreger voraussichtlich 70 Prozent der deutschen Bevölkerung befallen wird. Deshalb müssen wir seine Ausbreitung dringend verlangsamen, da ansonsten das Gesundheitssystem kollabieren würde. Das einzige, was kollabiert, werden vermutlich die Supermärkte sein. Dieselben „Epidemiologen“ weisen darauf hin, dass es auch nur 40 Prozent der Bevölkerung sein könnten, die vom Virus befallen werden. Insofern habe ich das Wort „prophezeien“ bewusst gewählt.

Man sollte einmal in die Historie blicken und die Prognosegüte der weissagenden Epidemiologen kritisch überprüfen. Die Prognosezahlen bei Schweinegrippe, Vogelgrippe oder SARS waren allesamt falsch und völlig überzogen, was Sie bitte selbst nochmals überprüfen sollten – das trägt zum Verstehen bei. Gelernt haben wir daraus nicht und offenkundig interessiert sich kaum jemand für diese Prognosefehler. Daher durchläuft die Menschheit immer wieder dieselben Panikschleifen: Täglich grüßt das Murmeltier. Bei der Schweinegrippe hat die WHO Millionen Tote prognostiziert. Am Ende waren es in Deutschland 250.

Noch bekloppter sind folgende Sätze, die ich in ähnlicher Form nun auch bereits mehrfach lesen durfte: „Man kann doch eine Grippe nicht mit dieser Pandemie vergleichen.“ und „Der ständige Vergleich mit der Grippe ist bei einem pandemischen Ereignis nicht haltbar.“ Einmal losgelöst von der mangelnden Sinnhaftigkeit des zweiten Satzes, verbunden mit der Frage, was ein pandemisches Ereignis konkret sein soll, trifft der erste Satz bei mir sogar auf Zustimmung, denn das eine kann man nun wirklich nicht mit dem anderen vergleichen, oder? Doch kann man, wobei der Satz öfter von Frauen zu lesen war, aber das ist vermutlich ein eher zufälliges Ereignis. In der Tat hat das eine aber wenig mit dem anderen zu tun. Das eine ist halt ein Virus und das andere hat etwas mit der Art seiner Verbreitung zu tun. Pandemien gibt es sowohl bei Grippe-Viren, wie bspw. dem Influenza-A-Virus H1N1 im Jahr 2009/2010, als auch beim aktuellen Coronavirus. Insofern kann man durch den Vergleich die Unterschiede zwischen Virus und Pandemie kennen lernen, vergleichen macht also Sinn.

Am meisten ärgere ich mich darüber, dass die weltweite Angst vor einer Pandemie bzw. dem Coronavirus offensichtlich bei vielen Menschen Ressentiments weckt. Durch die gesamte Hysterie werden rechtsradikale Gedanken und Diskriminierung gefördert. Dessen sollten sich endlich alle bewusst werden, die sich in sozialen Medien an Diskussionen beteiligen, irgendwelche Artikel teilen oder gut gemeint vor irgendetwas warnen und damit zugleich nur noch weiter die Panik schüren. Ihr fördert hiermit indirekt Diskriminierung und wenn man euch darauf aufmerksam macht, steigt ihr aus der Diskussion aus, weil ihr euch von solchen Vorwürfen distanzieren wollt, anstatt zumindest einmal kurz innezuhalten und über euer Tun nachzudenken. Viele gehen nicht mehr zum Asiaten essen oder wechseln die Straßenseite, wenn jemand asiatisch aussieht, der Ami lässt keine Europäer mehr rein, Österreicher keine Italiener mehr, außer zur Durchreise nach Deutschland, Heinsberger will man nicht mehr im Stadion in Dortmund sehen, Arztpraxen verweigern chinesischen Patienten die Behandlung, Deutsche dürfen nicht mehr nach Tschechien usw. Sagt bitte alle nicht, ihr hättet nicht gewusst, wozu ihr einen Beitrag leistet. Die Diskriminierung kann jeder sehen, der hinschaut!

Mein Ärger richtet sich aber auch gegen die Einschränkung meiner Freiheit bzw. insgesamt freiheitlicher Grundsätze. Man schreibt mir nun vor, dass ich mich nicht mehr in größeren Gruppen treffen darf. Der Staat mischt sich in das gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Leben ein und beschneidet damit zugleich Freiheitsrechte. Wenn das nicht aufhört, bitte ich um Unterstützung. Gerade als ich das schreibe höre ich im Fernsehen, dass man die Schulen schließen will, dabei haben Kinder bisher nachweislich keinerlei Probleme mit dem Virus. „Fridays for Freedom!“ Lasst uns freitags auf die großen Plätze gehen und uns versammeln. Lasst uns in Unternehmen völlig unnötige Meetings veranstalten (also weitermachen wie bisher). Wir müssen für unsere Freiheit kämpfen. Das mögen viele lächerlich finden, ist es aber nicht. Die Eingriffe in freiheitliche Grundrechte nehmen in dem Maße zu, in dem Verantwortung sozialisiert wird. In allererster Linie bin ich selbst für meine Gesundheit verantwortlich!

Das ist doch alles voll die Seuche!

Ich hatte übrigens schon vor ein paar Wochen Halsschmerzen und einen Tag Fieber. Mein Hausarzt meinte ohne irgendeinen Test, es sein ein Virus und ich solle 2 Tage zu Hause bleiben. Ich habe es bei einem Tag belassen. Unter Quarantäne lasse ich mich definitiv nicht stellen. Und Sie?

Von: Jürgen Fischer -