Gesundheit Krankheiten Seuchen Verantwortung Weltuntergang

Freiheit statt Quarantäne! Bildung gegen Hysterie!

Written by Jürgen Fischer. Posted in Gesundheit, Krankheiten, Seuchen, Verantwortung, Weltuntergang

Prof. Dr. Borwin Bandelow, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen, war Gast in der NDR Talkshow am 13.03.2020. Er differenzierte anschaulich zwischen Angstgehirn oder Huhngehirn und dem Statistikgehirn. Das Statistikgehirn müsste uns sagen, dass es Tag für Tag weitaus kritischere und gefährlichere Ereignisse als das Coronavirus gibt. Das Huhngehirn fürchtet sich und sagt uns, wir müssen fliehen und uns mit Vorräten eindecken. Das Huhngehirn reagiert panisch, das Statistikgehirn denkt erst einmal nach, es arbeitet empirisch.

So arbeitet das Statistikhirn: Es gibt aktuell über 3.000 statistisch erfasste Infizierte in Deutschland. Da man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht alle Infizierten statistisch erfasst, müsste die wahre Zahl der Infizierten weitaus höher sein. Aber rechnen wir mal nur mit den 3.000 Infizierten. 5 Tote gab es, aber die waren alle steinalt und hatten zum Teil sehr schwere Vorerkrankungen. 5 geteilt durch 3.000 ergibt 0,00266, also ca. 0,3 Prozent. Ok, das klingt nicht besonders gefährlich. Ich sollte gut aufpassen, wenn ich über die Straße gehe.

So arbeitet das Angst- bzw. Huhngehirn: Hilfe!!! Das ist nicht nur eine Grippe, das ist eine PANDEMIE. Das liegt alles daran, dass die Chinesen lebende Tiere essen. Wir müssen dringend Vorräte kaufen. Das breitet sich rasend schnell aus. Jetzt ist es schon in Heinsberg. Fahr bloß nicht nach Heinsberg oder Italien. Wieder ein Toter, es werden immer mehr. Bei uns in der Firma gibt es auch schon die ersten Fälle. Ich gehe nicht mehr raus. Wo gibt es diese Masken? Warum schließen die nicht endlich die Schulen, die Kinder stecken sich doch an. Macht die Grenzen endlich dicht, damit die Italiener nicht mehr reinkommen.

Weltweit scheint zurzeit das überängstliche Huhngehirn zu regieren. Das Huhngehirn schließt Schulen und Regierungen kommen ihrem Bildungsauftrag nicht mehr nach. Das scheint aber keinen zu interessieren, weil der Großteil halt mit dem Huhngehirn „denkt“. Weil die Schulen geschlossen sind, passen die Großeltern auf die Kinder auf. Oder die Eltern wechseln sich ab. Die Kids treffen sich weiterhin. Somit geht die Durchdringung mit dem Virus genauso weiter wie zuvor. Laschet appelliert eindringlich an die Pflichten der Eltern, sich um ihre Kinder selbst zu kümmern. Gleichzeitig vernachlässigt die Regierung die eigenen Pflichten, und zwar nicht nur beim Bildungsauftrag.

Der Staat hat sich um die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens zu kümmern und nicht um seine Einschränkung. Ein Staat darf mündige Bürger nicht in einer solchen Form einschränken, wie er das aktuell macht, wenn es dafür keinen – und zwar wirklich gar keinen – rationalen Grund gibt. Es gibt unzählige Dinge, die ein weitaus höheres Sterberisiko mit sich bringen als dieses Virus. Aber darum kümmert sich der Staat teilweise schon seit Jahren nicht. Stattdessen sorgt der Staat mit seinen derzeitigen Eingriffen und völlig übertriebenen Quarantänemaßnahmen dafür, dass die Wirtschaft zum Erliegen kommt. Nahezu jedes Unternehmen hat Krisenstäbe, die sich täglich mit der Pandemie beschäftigen. Meetings werden abgesagt, Lieferketten sind unterbrochen, Produktionen werden lahmgelegt, Unternehmen beschäftigen sich damit, wie sie den Betrieb im Quarantänefall aufrechterhalten können, Umsätze brechen ein, die finanziellen Auswirkungen kann noch kein Mensch wirklich abschätzen. All das ist schlichtweg irre! Aber das Huhngehirn findet all das völlig richtig, es handelt aus Angst.

Dem Huhngehirn kann man auch nicht mit Argumenten begegnen, Argumente nimmt das Huhngehirn nicht wahr, es reagiert Argumenten gegenüber abwehrend. Insofern ist mein Beitrag nur etwas für Menschen, bei denen das Statistikhirn noch arbeitet. Alle anderen dürfen sich gerne aufregen, dann wird das Huhngehirn zumindest gut durchblutet.

Ich möchte nicht in einem Staat leben, der meine Freiheitsrechte aus nicht gerechtfertigten Gründen in einer solchen Art und Weise beschneidet, wie das aktuell geschieht. Ich will mich mit anderen Menschen treffen, ich will, dass meine Kinder Bildung bekommen, ich will, dass wir unserer Arbeit nachgehen können, ich will, dass unsere Wirtschaft gefördert wird, ich will Konzerte und Sportereignisse besuchen, ich will mich frei bewegen können und selbst entscheiden, wo ich hingehe und wohin auch nicht. Ich will Risiken selbst einschätzen und bewerten! Das sind freiheitliche Grundrechte und die sind in unserem Grundgesetz verankert!

Ich will ein Bildungssystem, in dem alle in den Grundlagen der Statistik geschult werden. Ich will eine Gesellschaft, in der Empirie an sich einen Grundwert darstellt und zentrale Grundlage des Erkenntnisgewinns ist, in der Menschen in der Lage sind, Informationen zu filtern, Zahlen zu lesen und zu verstehen. Ich will kritische Journalisten, die Statistik beherrschen, die relativieren, Dinge von verschiedenen Seiten betrachten und aufklären. Ich will ein Bildungssystem, dass gegen das Huhngehirn ankämpft und Statistikgehirne ausbildet.

Zudem will ich ein Gesundheitssystem, dass nicht „auf Kante genäht“ ist, dass nicht sofort in sich zusammenfällt, wenn es einen kleineren Vorfall gibt. Was bitte machen wir, wenn wirklich mal was passiert? Unser Gesundheitsminister und unsere Regierung lenken aktuell nur von den vielen Defiziten im Gesundheitssystem ab, die sie selbst erzeugt haben. Es ist falsch, dass unser Gesundheitssystem gewinnorientiert ausgerichtet ist. Das Recht auf Gesundheit ist ein Recht, das für alle Mitbürger im gleichen Ausmaß zu gewährleisten ist. Es darf bei Wartezeiten, Medikamenten, Operationen und Behandlungsmethoden keine Unterschiede nach der Zahlungskraft des jeweiligen Patienten geben. Es geht um unser aller Gesundheit!

Ich will, dass der Staat sich um das wirklich Wichtige kümmert und die wirklichen Risiken verringert werden. Verbietet das Buddeln nach Braunkohle, schaltet Braunkohlekraftwerke ab, reduziert den Autoverkehr, führt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen ein (wobei ich selbst ein sauschnelles Auto fahre!), baut das Schienennetz und den ÖPNV vernünftig aus, investiert in das Gesundheitssystem, sorgt dafür, dass jeder zeitnah einen Arzttermin bekommt, denkt darüber nach, ob Ver- und Entsorgung nicht vielleicht doch besser in staatlicher Hand sein sollten, sorgt dafür, dass keine Menschen auf der Straße leben müssen, kümmert Euch darum, dass Einkommen und Renten so hoch sind, dass man davon gut leben kann, Geld genug ist da, wenn man es nicht an den falschen Stellen ausgeben würde und es wäre noch viel mehr Geld da, wenn Arbeit einen höheren Stellenwert als Kapital hätte und ihr das Kapital endlich einmal flächendeckend vernünftig besteuern würdet (damit kein falscher Eindruck entstehet, ich bin durch und durch selbständiger Unternehmer und kein Vertreter nicht funktionierender Wirtschaftssysteme), kümmert Euch um die wichtigen Dinge und beschäftigt Euch nicht mit vermeintlich Dringlichem aus dem Blickwinkel eines Huhns.

Fridays for Freedom!

PS: Wer sich für menschliches Denken und unsere unterschiedlichen Denkapparate mehr interessiert, dem empfehle ich als Einstieg das schlanke Büchlein „Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahnemann mit nur knapp über 600 Seiten, eine wirklich gute Lektüre, aber nicht für Huhngehirne.

Und ganz zum Schluss: Wie hoch ist wohl Ihrer Ansicht nach die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Coronavirus in unseren Krankenhäusern eingenistet hat, dort über die Klimaanlagen verbreitet wird und wir deswegen Operationen verschieben? Und wie hoch ist der Anteil unter den Infizierten, bei denen der Krankheitsverlauf völlig harmlos verlief?

Von: Jürgen Fischer -