Diskriminierung Gesundheit Krankheiten Miteinander Seuchen Weltuntergang

Heute regt sich das Statistikgehirn auf

Written by Jürgen Fischer. Posted in Diskriminierung, Gesundheit, Krankheiten, Miteinander, Seuchen, Weltuntergang

Die Aufhebung der Rechte geht unaufhörlich weiter. „Die Telekom überlässt dem RKI Kundendaten, mit denen Bewegungsströme von Handynutzern nachvollzogen werden können. Die Daten sind anonymisiert.“ steht im Tagesspiegel. Hallo? Wie kann es sein, dass ein Telefonanbieter solche Daten überhaupt erhebt? Wo ist die Zweckbindung bei der Erhebung von Bewegungsprofilen? Wann haben die Kunden der Erfassung und der Weitergabe dieser Daten zugestimmt. DSGVO so what, zu Corona-Zeiten ist alles möglich.

Auch das ZDF schürt mittlerweile die Hysterie. Gesten im heute-journal zeigt man uns eine Animation der Washington Post, mit der die Gefahren der Pandemie angeblich sehr schön visualisiert werden. Zuerst gibt es ein Bildchen mit Hunderten von Punkten, die sich wild bewegen. Wenn sie zu nah aneinander kommen, verfärben sich die Punkte, was die Infizierung verdeutlichen soll. In wenigen Sekunden sind alle Punkte eingefärbt. Danach kommt dasselbe Bildchen mit überwiegend unbeweglichen Punkten. Nur wenige sind in Bewegung und die Infizierung verläuft langsamer. Soweit die angeblich tolle Animation, mit der das Problem laut Marietta Slomka sehr schön verdeutlicht wird und durch die allen Zuschauern anschaulich gemacht wird, warum die aktuellen Maßnahmen vermeintlich zwingend notwendig sind.

Kommen wir kurz zur Realität, denn die Animation ist davon meilenweit entfernt.

  1. Es werden natürlich nicht alle Menschen mit dem Virus infiziert. Die Durchdringung liegt zwischen 40 Prozent und maximal 70 Prozent. Es wird aber suggeriert, dass es uns alle treffen würde. Das ist Nonsens.
  2. Menschen, die die Erkrankung hinter sich haben, können keinen mehr anstecken. Auch das ging aus der Animation nicht hervor.
  3. Virale Epidemien verlaufen typischerweise in Wellen. Die Wahrscheinlichkeit einer Abflachung der Ausbreitung im Frühjahr hat eine gewisse Wahrscheinlichkeit.
  4. Die Maßnahmen bringen nachweislich nichts. Das behaupte nicht etwa ich, sondern der Präsident des Weltärzteverbandes, Frank Ulrich Montgomery: In Italien habe sich „gezeigt, dass dieses Mittel nicht funktioniere.“ Italien „habe Ausgangssperren verhängt und damit einen gegenteiligen Effekt erzielt“. „Die waren ganz schnell an ihren Kapazitätsgrenzen, haben aber die Virusausbreitung innerhalb des Lockdowns überhaupt nicht verlangsamt.“ Für jeden nachzulesen auf Stern.de

Aber offenkundig geht es den meisten Medien gar nicht mehr um seriöse Berichterstattung. Es scheint darum zu gehen, die nächsten Schritte der Politik vorzubereiten, nämlich die Ausgangssperren. Bayern ist schon vorangeprescht, völlig wurscht, ob es etwas bringt. Während die Politiker zunächst gesagt hatten, dass man die Wirkung der Reiseverbote sowie der Schließungen von Schulen und Geschäften erst in frühestens einer Woche prüfen könne, verschärft man nun das Programm ohne abzuwarten. Wann hören wir endlich damit auf, uns das gefallen zu lassen? Es bringt nichts!

Ganz zum Schluss noch ein sehr persönliches Wort an alle Moralisten, die derzeit gehäuft auftreten. An all diejenigen, die sich auf der Straße über andere Menschen aufregen, weil die sich draußen aufhalten. Oder die in den sozialen Medien darauf hinweisen, dass es ein Verwandter sein könnte, der kein Bett auf der Intensivstation mehr bekommt. Was wollt Ihr wem damit sagen? Warum postet Ihr Bildchen mit dem Hinweis „Stay Home It could save lives“? Das ist zwar richtig, wenn Ihr kein Auto fahrt, könnt Ihr keinen Unfall bauen, allerdings meintet Ihr das ja gar nicht. Mit wem solidarisiert Ihr Euch? Seid Ihr sicher, dass die aktuellen Maßnahmen alle richtig sind? Was macht Euch so sicher? Die Letalität ist zwischenzeitlich sogar gesunken und auf unter 0,2 Prozent gefallen. Das kann jeder nachrechnen, der 2 Zahlen des RKI in die richtige Beziehung bringen kann. Habt Ihr mitbekommen, was der Weltärztepräsident Montgomery gesagt hat? Ich wiederhole mich: Er hat sich klar und deutlich gegen Ausgangssperren ausgesprochen. Montgomery vertritt die Ansicht, dass „Ausgangssperren, wie sie neben Italien auch mehrere weitere europäische Staaten verhängt haben, eher eine politische Verzweiflungsmaßnahme seien, weil man mit Zwangsmaßnahmen meine weiterzukommen, als man mit der Erzeugung von Vernunft käme.“ Wie passt eine solche Fachmeinung zu Euren tollen Beiträgen in den sozialen Medien? Gar nicht, genau!

Montgomery hat seine Auffassung übrigens auf Basis empirischer Erkenntnisse begründet. Aber Zahlen und Tatsachen spielen bei Moralisten keine so große Rolle. Moralisten beobachten lieber das Verhalten ihrer Mitmenschen und bewerten es. Sie prangern an, sie urteilen. Sie bezeichnen das Verhalten von Menschen, die sich draußen aufhalten, sogar als asozial, wie Doc Esser gerade im WDR. Habt Ihr noch alle Nadeln am Baum? Wenn die Menschen auf Abstand bleiben und sich ansonsten an die Regeln halten, darf man sich selbstverständlich draußen aufhalten. Asozial verhalten sich die, die sich in einer solchen Form darüber äußern.

Lasst den Quatsch doch bitte einfach sein. Anstatt das Verhalten anderer zu bewerten, solltet Ihr lieber über Euer eigenes Verhalten nachdenken. Wer von Euch hat schon mal das Handy am Steuer benutzt? Wer war schon auf Kreuzfahrt? Wer fährt Auto? Wisst Ihr, wie viele Menschen Ihr schon gefährdet habt bzw. bei wie vielen Ihr mit Euren Aktivitäten indirekt zu Krankheiten beigetragen habt? Labert also bitte nicht rum, kümmert Euch um Euer eigenes Verhalten, damit haben wir in der Regel alle genug zu tun. Herzlichen Dank!

Von: Jürgen Fischer -