Rückblick Verantwortung

Kurzer Rückblick auf den Januar 2020

Written by Jürgen Fischer. Posted in Rückblick, Verantwortung

Der Papst schlägt unwirsch zu, weil ihn eine verliebte Katholikin nicht ziehen lassen will. Dabei propa-giert er doch sonst genau das Gegenteil: „Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ (Matthäus 5, 39). Wenn Propagiertes und Gelebtes stark voneinander abweichen, führt dies zu Distanzen in Systemen. Eigentlich bin ich der Auffassung, dass Systeme durch zu große Distanzen irgendwann zerstört werden, aber die Kirche überlebt derartige Abweichungen zwischen Predigt und Handeln schon seit jeher.

Dieter Nuhr arbeitet sich weiter an Greta ab, aber wer in aller Welt kennt diesen Nuhr? Nuhr spricht von Hysterie, während eine Extremwetterlage der anderen folgt. Kann man machen, erscheint aber nicht besonders schlau.

Noch dämlicher erscheinen mir die Proteste der Bauern. Da fahren die kreuz und quer mit ihren Traktoren durch Deutschland, dabei sind die Karren dafür ziemlich ungeeignet. Umweltorientiert erscheint mir das auch nicht, oder fahren die mittlerweile mit E-Traktoren? Nein, es sind überwiegend Dieselfahrzeuge, also nicht umweltfreundlich. Passt aber zum sonstigen Verhalten. Seit Jahrzehnten betreiben die Landwirte zunehmend stärker Monokultur. Die Landwirtschaft wird „intensiviert“ bzw. musste intensiviert werden, so nennen die das. Es blieb den Bauern quasi gar keine andere Wahl, externer Zwang. Vermeintliches Unkraut wächst schon lange nirgendwo mehr. In Raps- und Maisfeldern wächst rein gar nichts, außer halt Raps oder Mais. Keine andere Pflanze scheint sich mehr mit diesen Gewächsen zu verstehen oder wie mag das wohl gehen? Waren da eventuell irgendwelche Mittelchen im Spiel und haben diese Mittelchen doch noch ein kleines bisschen mehr vernichtet. Aber mit Bienen- und allgemein Insektensterben haben die Landwirte absolut nichts zu tun. Das sind vermutlich extraterrestrische Einflüsse. Für wie blöd haltet ihr uns eigentlich? Natürlich seid ihr daran schuld! Genauso wie an der Verunreinigung des Grund- und Abwassers bei dem ganzen Dreck, den ihr auf den Feldern verteilt. Man sollte Euch auch kein Geld geben. Vielmehr sollten endlich die unter Euch profitieren, die frühzeitig nachhaltige Landwirtschaft betrieben haben. Nicht nur ich bin übrigens sehr gerne bereit, für höhere Qualität einen deutlich höheren Preis zu zahlen, wir sind viele und werden immer mehr! Stellt Euch darauf ein und ändert Eure Arbeitsweisen.

Wo wir schon dabei sind, Ihr Forstwirte bleibt an der Stelle besser gleich ruhig, sonst bekomme ich Puls. Monokulturen aus Profitgründen und dann kommen urplötzlich ein paar Käfer und die Dürre. Da konntet Ihr aber nun wirklich nicht mit rechnen. Jetzt braucht Ihr dringend Unterstützung vom Staat. Keinen Cent sollte man Euch zahlen. Es sollten die unter Euch profitieren, die sich nicht so dämlich angestellt haben. Es lebe und gedeihe der Mischwald!

Der WDR-Kinderchor reizt gleich die ganze Nation mit dem Liedchen „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“. Es ist nahezu unfassbar, wer sich dazu alles zu Wort gemeldet hat und welcher Schwachsinn hierzu teilweise geäußert wurde. Einige sprachen sogar vom Missbrauch der Kinder, weil man sie für eigene Zwecke eingesetzt hätte. Und bald kommen wieder die Wahlplakate mit Kindern drauf. Rein objektiv betrachtet ist die Aussage der Kinder richtig. Deren Oma ist meine Mutter und die Generation meiner Mutter und auch meiner Großmutter hat sich einen feuchten Kehricht um die Umwelt gekümmert. Umweltschutz war in früheren Generationen kein Thema. Ich finde es im Übrigen nicht richtig, wenn Menschen sich für richtige Aussagen entschuldigen. Das hätten Sie nicht machen sollen, lieber Tom Buhrow.

Trump hat auch im Januar wieder gepredigt, beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Natürlich hat er sich mal wieder zum absolut Größten ernannt. Ich werde den Gedanken nicht los, dass das bei ihm etwas mit Minderwertigkeitskomplexen zu tun hat. Oder ist das Dummheit?

Jetzt grassiert auch noch der Rassismus gegen Chinesen bzw. Asiaten, die Unterscheidung fällt uns halt schwer. Zunächst einmal hat eine gewisse Distanz nichts mit Rassismus zu tun. Wenn Alte das Corona-Virus übertragen würden, würde ich mich von Alten fernhalten, wären es Frauen, würde ich zu Frauen auf Distanz gehen und wären Kängurus die Überträger, wäre die Distanz von alleine groß genug. Die Medien dürfen sich gerne einmal ihrer Verantwortung bewusst werden, insbesondere auch für ansteigenden Rassismus! Aber zurück zum Corona-Virus: aufklären hilft. Die Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet (das kann übrigens jeder im Internet einfach prüfen!). Und ab hier darf nun jeder selbst mit dem Denken fortfahren. Denken hilft.

Von: Jürgen Fischer -