Verantwortung

„Dash-Buttons“ eine neue Gefahr für die Verbraucher

Written by Jürgen Fischer. Posted in Verantwortung

In der Süddeutschen Zeitung Online bin ich über einen Artikel gestolpert: „Verbraucherschützer wollen Amazon wegen Dash-Buttons verklagen“. Weil ich nicht wusste, was Dash-Buttons sind, habe ich weitergelesen. So ein Dash-Button sieht aus wie ein tragbarer Klingelknopf und wenn man ihn drückt, kann man damit eine Bestellung auslösen und Produkte wie Waschmittel, Hundefutter oder Rasierklingen nachbestellen. Klingt praktisch. Unpraktisch klingt, dass man für jedes Sortiment oder Produkt eine separate Klingel benötigt.

Das ist aber nicht das Problem. Die Verbraucherschutzzentrale NRW sieht sich genötigt, den mittlerweile gänzlich unmündigen Bürger vor dem Drücken dieser Knöpfe zu bewahren. Es fehle der Hinweis, dass mit dem Drücken eine kostenpflichtige Bestellung ausgelöst würde und wichtige Informationen, wie beispielsweise der Gesamtpreis oder wesentliche Eigenschaften des Produkts, würden ebenfalls fehlen. Diese Informationen erhält der Kunde aber erst nach dem Drücken des Knopfes.

Was mögen wohl diese wichtigen Informationen beim Hundefutter sein, zumal es dasselbe Hundefutter ist, das mein Hund immer frisst. Und was bitte soll mir an wichtigen Informationen zu den Rasierklingen fehlen, die ich immer benutze?

Ich frage mich zunehmend mehr, ob denn alle dem Wahnsinn verfallen sind. Wenn jemand eine solche Bestellklingel erhält, dann bekommt er unter Garantie ausführlich und schriftlich erklärt, was er mit dem Ding machen kann. Wenn er es dann benutzt, dann ist das seine persönliche Entscheidung und er sollte sich der Konsequenzen bewusst sein. Und wenn er einfach nur so, also völlig trottelig und ohne jedwede Hirnaktivität diverse Bestellungen auslöst, dann ist das einzig und allein sein Problem.

Wir sollten sie nicht aufgeben, die Selbstverantwortung!

Von: Jürgen Fischer -