Denkfehler

Rückwirkend betrachtet ist alles logisch (15)

Der dreizehnte Denkfehler ist „Der Rückschaufehler“. Wir alle werden von ihm parasitär befallen, „weil wir Opfer des Rückschaufehlers … sind.“ Wenn Sie die Historie der anderen Denkfehler mitverfolgt haben, ahnen Sie es vielleicht schon. Opfer erster Art sind die Ökonomen – „es gibt weltweit rund eine Million davon“, also angeblich, denn die Schätzung beruht mit ziemlicher Sicherheit auf einem Denkfehler (siehe hierzu die Ausführungen zum achten Denkfehler).

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Von: Jürgen Fischer -

Werte

Liebe Meryl Streep,

herzlichen Dank für Ihre wundervolle Rede anlässlich der Verleihung des Golden Globes an Sie für Ihr Lebenswerk (https://www.youtube.com/watch?v=EV8tsnRFUZw). Sie haben in den USA scheinbar jemanden an die Macht gesetzt, der sich ungehobelt verhält und der trotz immenser Wissenslücken ständig seinen Mund weit aufreißt, leider immer wieder in Situationen oder zu Themen, von denen er offenkundig keinerlei Ahnung hat. Seine größte Schwäche, und diesbezüglich teile ich Ihre Wahrnehmung, sind jedoch seine Respektlosigkeit, seine Demütigungen und sein diskriminierendes Verhalten. Das empfinde ich wie Sie als unerträglich.

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Gejammer aus der Mitte

„Die Lust am Jammern“ sei in der Mittelschicht besonders groß, titelt die Süddeutsche Zeitung online Ende September 2016. In Deutschland hätte sich insbesondere in der gut verdienenden Mittelschicht eine wahre Lust am Jammern etabliert, „die mitunter beschämende Züge annimmt“.

Dann wird der Wirtschaftspsychologe Martin Sauerland, Professor an der Universität Koblenz, zitiert: „Obwohl es uns so gut geht wie nie zuvor, tun wir, als sei unsere Existenz bedroht. In Anbetracht des Niveaus, auf dem sich die meisten von uns bewegen, ist es geradezu grotesk, wieviel gejammert wird“.

Der Anteil der mittleren Einkommensgruppe an der deutschen Bevölkerung liegt laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bei 61 %. Je nachdem, in welcher Branche Sie arbeiten bzw. als Arbeitgeber tätig sind, können Sie sich nun ausrechnen, wie hoch der Anteil der Jammernden bei Ihnen ist. Man kann übrigens (sogar selbst) etwas tun, gegen dieses Gejammer, das hat etwas mit Kultur zu tun.

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Von: Jürgen Fischer -

Denkfehler

Wir fragen nach dem Sinn und interessieren uns für den Menschen (14)

Der zwölfte der 52 Denkfehler „The Story Bias“ erklärt, „Warum selbst die wahren Geschichten lügen“. Da hat der Denkfehlertheoretiker uns alle der Lüge überführt, die wir Geschichten so lieben. Kommen wir daher zu meiner subjektiven Wahrheit und Sie bilden sich Ihre, denn „Das ist der Story Bias“ (Sie wissen es schon, es müsste das Story-Bias heißen). Darum geht es: „Geschichten verdrehen und vereinfachen die Wirklichkeit. Sie verdrängen alles, was nicht so recht hineinpassen will“.

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Von: Jürgen Fischer -

Sicherheit

Simone Peter: Bitte einfach mal die Klappe halten!

Frau Peter kritisiert den Einsatz der Kölner Polizei, steht heute fast überall in der Tagespresse. Aus ihrer eigentümlichen Sicht stelle sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, „wenn insgesamt rund 1000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden“.

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Von: Jürgen Fischer -

Denkfehler

Bescheuerter Kopf oder kluger Bauch? (13)

Denkfehler Nummer 11 der 52 Denkfehler hat einen knackigen Titel: „Die-es-wird-schlimmer-bevor-es-besser-kommt-Falle“. „Bevor es besser kommt“ wirft die Frage auf, warum die Denktheoretiker nicht beim Denglish geblieben sind. Es wird jedenfalls besser und „et kütt wie et kütt.“

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Von: Jürgen Fischer -

Statistikkritik

Statistikkritik: Hilfe, wir sind übermannt!

Gefunden habe ich den Artikel „Plötzlich übermannt“ auf www.spektrum.de (http://www.spektrum.de/news/ploetzlich-uebermannt/1422450). Das Verhältnis von Männern zu Frauen ist „nie exakt 1:1, in den meisten Industrienationen gibt es einen leichten Frauenüberschuss.“ steht da zu lesen. Aber dann kommt es: „Zum ersten Mal seit Beginn der historischen Aufzeichnungen leben in Schweden plötzlich mehr Männer als Frauen. Im Mai 2016 betrug der Vorsprung etwa 12 000“.

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Von: Jürgen Fischer -

Denkfehler

Ein schwarzer Kreis auf weißem Hintergrund ist besser zu sehen, als ein weißer Kreis (11)

Der neunte der 52 Denkfehler kommt in deutscher Sprache daher und heißt Kontrasteffekt. Der Untertitel empfiehlt: „Warum Sie Ihre Fotomodellfreundinnen zu Hause lassen sollten“. Schade, dass ich die nicht habe, schießt es mir durch den Kopf und noch den Autoritätsgehorsam vom vorherigen Kapitel in den Ohren ergänze ich (mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken) sicherheitshalber, dass es natürlich ein wahrer Segen ist, dass ich die nicht habe.

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Von: Jürgen Fischer -

Denkfehler

Ja Schatz, da hast du vollkommen Recht! (10)

Der achte der 52 Denkfehler, „The Authority Bias“ oder „Warum Sie gegenüber Autoritäten respektlos sein sollten“ hat eine Fortsetzung verdient. Noch „gravierender“ als die Irrtümer von Experten, also Autoritäten, „wiegt die Tatsache, dass wir in Präsenz einer Autorität das selbständige Denken um eine Stufe zurückschalten.“ „Wir gehorchen Autoritäten, selbst dort, wo es rational oder moralisch keinen Sinn macht. Das ist der Authority Bias.“ (wobei es laut Duden das Authority Bias heißen müsste).

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Von: Jürgen Fischer -