Gleichstellung

Der Quatsch mit der Gleichmacherei

Written by Jürgen Fischer. Posted in Gleichstellung

Mir geht die Verfälschung der Realität zunehmend auf den Nerv. Jedes Jahr aufs Neue dieselben Irrlichter zum so genannten Equal Pay Day. Angeblich haben die Frauen in Deutschland im Schnitt 21 % weniger Bruttostundenlohn als ihre männlichen Kollegen erhalten. Und weil sie circa 21 % weniger verdienen, müssten sie circa 21 % länger, und zwar ungefähr bis zum 18.03., als Männer arbeiten, um dasselbe Gehalt zu erzielen.

Mit solchen Aussagen soll suggeriert werden, dass Frauen in Deutschland weiterhin benachteiligt werden. Demgegenüber stehen folgende Fakten:

  • Der größte Teil der Unterschiede im Bruttolohn, nämlich in etwa zwei Drittel, kommt dadurch zustande, weil Frauen in schlechter bezahlten Branchen, in Teilzeit und weniger in Führungspositionen arbeiten.
  • Der reale Unterschied liegt bei circa 5 bis maximal 7 %.
  • Frauen wollen vielfach nicht ganztags arbeiten und nur sehr wenige streben eine Karriere als Führungskraft an, der Anteil ist jedenfalls deutlich geringer als bei Männern. Viele Arbeitgeber haben Frauenförderungsprogramme und suchen verzweifelt nach Frauen, die eine Führungsposition wahrnehmen möchten. Problem: Es finden sich keine Frauen, es gibt keine Bewerbungen für diese Positionen.

Die Frauenstimme hat sich übrigens in den vergangenen Jahrzehnten im Schnitt um zwei bis drei Halbtöne, also um eine Terz, gesenkt. Soziologen vermuten, dass dies eine Folge der Emanzipation ist. Eine hohe, piepsende Stimme wäre nicht mit dem Selbstbild moderner Frauen vereinbar. Wenn wir die Unterschiede beseitigen wollen, folgen dann als nächstes Bartwuchs und …

Denken Sie mal drüber nach, ob manche Unterschiede nicht doch irgendwie natürlich sind.

Von: Jürgen Fischer -