Gesundheit

Doppelt geimpft und trotzdem infiziert

Written by Jürgen Fischer. Posted in Gesundheit

In Israel tobt oder wütet die vierte Welle, in England ebenfalls. „Von den neu Infizierten seien 40 bis 50 Prozent geimpft gewesen, sagte Chezi Levi, der Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums.“ (Quelle: FAZ.net siehe hier). Wobei toben und wüten Verben sind, die von Menschen verwendet werden, die Ängste schüren wollen. Israel hat 9 Millionen Einwohner und im Durchschnitt der letzten 7 Tage gab es in etwa 300 Neuinfektionen pro Tag, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 24 (Quelle). So viel zu den gigantischen Zahlen in Israel.

Die Delta-Variante scheint nicht aufzuhalten zu sein. Epsilon ist auch schon in Sicht und wir werden noch weitere griechische Buchstaben erlernen, soweit wir nicht bereits in der Schule Altgriechisch im Unterricht hatten (auch die Varianten Eta, Theta, Iota und Kappa sind schon entdeckt, Quelle Ärzteblatt).

Aus der griechischen Sprache sind sehr schöne Wörter in die deutsche Sprache eingeflossen, wie beispielsweise Idiot und idiotisch oder Logik und logisch.

In Israel sind je nach Statistik und zählweise bis zu 50 Prozent der Neu-Infizierten schon zweimal geimpft. Bei den Verstorbenen ist ebenfalls ein hoher Anteil doppelt geimpft. Die Impfquote in Israel liegt bei circa 55 Prozent (siehe Ärzteblatt hier). Erste logische Schlussfolgerung: Die Impfung schützt uns offensichtlich nur bedingt, denn man kann trotzdem erkranken und auch an COVID-19 sterben.

Eine weitere Schlussfolgerung, die in der Presse und auch von Politikern bereits gezogen wurde, ist, dass der hohe Anteil der in Israel an COVID-19 neu infizierten Menschen und auch Verstorbenen auf eine hohe Impfquote hindeutet, was an sich ein gutes Zeichen wäre. Diese Sichtweise mag logisch und richtig sein, die Impfquote liegt bei 55 Prozent. Trotzdem ist diese Schlussfolgerung idiotisch. Denn wirklich gut ist daran kaum etwas. Eine logische Schlussfolgerung wäre das Ableiten der Hypothese, dass die Impfung in Bezug auf Infektionen weit weniger wirksam ist, als es bisher angenommen oder kommuniziert wurde. Mit Blick auf den Gesundheitsschutz (um den geht es doch noch, oder?) wäre eine weitere vernünftige Schlussfolgerung, dass Nicht-Geimpfte nicht benachteiligt werden dürfen bzw. für Geimpfte auch weiterhin dieselben Regeln wie für Nicht-Geimpfte gelten müssen. Allerdings ist die Politik zu diesem Schritt vermutlich nicht bereit, weil sie befürchtet, dass die Impfquote dann sinken wird.

Von: Jürgen Fischer -