Diskriminierung

Afrikaner sind beim Impfen besonders solidarisch

Written by Jürgen Fischer. Posted in Diskriminierung

Laut Süddeutsche Zeitung online müssen „zwei Drittel der Menschen weltweit auf eine Impfung voraussichtlich noch bis zu drei Jahre warten.“ (siehe hier). Die Afrikaner sind besonders solidarisch mit dem Rest der Welt. Die lassen uns den Vortritt, denn in Afrika dauert es am längsten, bis geimpft wird.

Oder sind die gar nicht solidarisch? Liegt das vielleicht nur am Egoismus der reichen Länder, in denen große Teile der Bevölkerung immer lauter und öfter nach Solidarität schreien?

In Deutschland vertreten sehr viele die Ansicht, dass sich alle möglichst schnell impfen lassen sollen. Einige erachten das Impfen sogar als moralische Pflicht. Sie sprechen sich für eine Impfpflicht und besondere Vergünstigungen und Vorteile für Geimpfte aus. Manch einer schlägt vor, dass nur noch diejenigen verreisen dürfen, die geimpft wurden. Dann dürfen wohl Afrikaner erst einmal nicht mehr reisen, was die Solidarischen hierzulande wohl kaum interessieren dürfte.

Wenn man einmal dabei ist, sollte man das Prinzip doch gleich auch auf viele andere Krankheiten und moralische Ansichten übertragen. Nur wer sich und andere schützt und moralisch einwandfrei handelt, darf alle Vorteile genießen.

Bleibt zu hoffen, dass der Markt es regelt und Nichtgeimpfte künftig in Läden für Nichtgeimpfte einkaufen dürfen, dass es Lokale und Restaurants für Nichtgeimpfte gibt und einige Fluglinien spezielle Flüge für Nichtgeimpfte anbieten. Dann kann ich mich von den Moralaposteln und Scheinheiligen fernhalten. 2021 bietet tolle Aussichten.

Von: Jürgen Fischer -