Miteinander

Asozial ist in: Über Ausgrenzung und Scheinheiligkeit

Ständig fordert irgendwer Solidarität. Natürlich geht es um Solidarität mit der jeweils eigenen Meinung. „Bleib zu Hause“, „Halte Abstand“ oder „Trage Maske“ sind Appelle, die zu Solidaritätsbekundungen geführt haben. „Es geht um Leben und Tod“ ist eine weitere moralisierende Aussage, mit der ebenfalls Solidarität eingefordert wird und die für allen möglichen Unsinn herhalten muss. Allen, die diese Aussage immer wieder strapazieren, möchte ich zurufen, dass es im Leben grundsätzlich um Leben und Tod geht, weil Letzterer unabdingbar zum Leben gehört – das ist eine der wenigen Tatsachen, die wirklich alternativlos ist.

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Von: Jürgen Fischer -

Diskriminierung Miteinander

Der Populismus der politischen Mitte

Angela Merkel hat keine Lust auf „Öffnungsdiskussionsorgien“. Scholz wirft anderen „Unernsthaftigkeit“ vor. Die politischen Entscheidungen rund um das Coronavirus sind „alternativlos“. Es geht um die Moral, „um Leben und Tod“. Söder konstatiert staatsmännisch: „Corona bleibt tödlich.“ Wer beim Coronavirus eine andere Meinung vertritt oder gar auf Basis von Fakten zu anderen Erkenntnissen gelangt, ist entweder pauschal links- bzw. rechtsextrem oder er wird – ebenfalls pauschal – den Verschwörungstheoretikern zugeordnet. In jedem Fall, und darin sind sich alle einig, hat er keine Ahnung. Wer der Auffassung ist, dass die Maßnahmen unserer Regierung überzogen waren, der hat den Ernst der Lage immer noch nicht verstanden. Die Krise darf nicht verharmlost werden.

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Von: Jürgen Fischer -

Irrsinn Miteinander

Der Vorwurf mangelnder Solidarität geht mir auf den Nerv

Ständige Solidaritätsbekundungen sind Zeitgeist. Heute am 1. Mai mehr denn je. Ebenso ist es Zeitgeist, anderen mangelnde Solidarität vorzuwerfen und Menschen auszugrenzen, die nicht die Mainstream-Meinung einer schrecklichen Pandemie vertreten, die angeblich so gefährlich ist, dass sie weite Teile der Bevölkerung ausrotten wird und unser Gesundheitssystem kollabieren lässt. Solidarität ist nur dann gut, wenn man sich der Meinung bzw. Gesinnung anschließt, dass alles dem Gesundheitsschutz unterzuordnen ist, denn es geht schließlich um Leben und Tod.

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Von: Jürgen Fischer -

Gesundheit Krankheiten Miteinander Seuchen Verantwortung Weltuntergang Werte

Wenn die Emotion den Verstand besiegt

Millionen Menschen sterben pro Jahr an Hunger. Laut Angaben der Welthungerhilfe, die auf Basis von Schätzungen der Vereinten Nationen (UNICEF, 2018) beruhen, sterben jedes Jahr rund 5,4 Millionen Kinder unter 5 Jahren an den Folgen des Hungers. So genau kennt man die Zahl aber nicht. Hungertote werden nicht so akkurat erfasst, wie diejenigen, die an Corona sterben.

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Von: Jürgen Fischer -

Diskriminierung Gesundheit Krankheiten Miteinander Seuchen Weltuntergang

Heute regt sich das Statistikgehirn auf

Die Aufhebung der Rechte geht unaufhörlich weiter. „Die Telekom überlässt dem RKI Kundendaten, mit denen Bewegungsströme von Handynutzern nachvollzogen werden können. Die Daten sind anonymisiert.“ steht im Tagesspiegel. Hallo? Wie kann es sein, dass ein Telefonanbieter solche Daten überhaupt erhebt? Wo ist die Zweckbindung bei der Erhebung von Bewegungsprofilen? Wann haben die Kunden der Erfassung und der Weitergabe dieser Daten zugestimmt. DSGVO so what, zu Corona-Zeiten ist alles möglich.

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Von: Jürgen Fischer -

Miteinander

Die hören nicht auf mich

Ich lese gerne die Probleme und Empfehlungen in der Rubrik „Jobcoach“ auf www.sueddeutsche.de. Es geht um Miriam. Miriam, eine examinierte Altenpflegerin, „ist weisungsbefugt“ und „es gibt zwei Kollegen“, die ihr „das Leben schwer machen“. Die beiden sind nur Altenpfleger, wie extra betont wird, und haben „nur eine kürzere Ausbildung gemacht“. Die beiden lassen sich von der noch jungen Miriam nichts sagen und wollen aus Miriams Sicht nicht akzeptieren, dass Miriam nun ihre Vorgesetzte und ihnen gegenüber weisungsbefugt ist.

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Von: Jürgen Fischer -