Kultur

Gejammer aus der Mitte

„Die Lust am Jammern“ sei in der Mittelschicht besonders groß, titelt die Süddeutsche Zeitung online Ende September 2016. In Deutschland hätte sich insbesondere in der gut verdienenden Mittelschicht eine wahre Lust am Jammern etabliert, „die mitunter beschämende Züge annimmt“.

Dann wird der Wirtschaftspsychologe Martin Sauerland, Professor an der Universität Koblenz, zitiert: „Obwohl es uns so gut geht wie nie zuvor, tun wir, als sei unsere Existenz bedroht. In Anbetracht des Niveaus, auf dem sich die meisten von uns bewegen, ist es geradezu grotesk, wieviel gejammert wird“.

Der Anteil der mittleren Einkommensgruppe an der deutschen Bevölkerung liegt laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bei 61 %. Je nachdem, in welcher Branche Sie arbeiten bzw. als Arbeitgeber tätig sind, können Sie sich nun ausrechnen, wie hoch der Anteil der Jammernden bei Ihnen ist. Man kann übrigens (sogar selbst) etwas tun, gegen dieses Gejammer, das hat etwas mit Kultur zu tun.

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Sprache ist Bestandteil unserer Kultur

Da stehe ich letztlich an der Kasse im Lidl, habe nur zwei Teile in der Hand und reihe mich am Ende der Schlange an der Kasse ein. Wir befinden uns übrigens in Aachen. Eine nette ältere Dame steht vor mir und sieht, dass ich lediglich leicht bepackt bin. Sie sagt: „Tuen Sie sich jerne vor mich stellen!“

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Gefahr durch Taucheranzüge

In Frankreich gilt das Burkiniverbot. Ein Burkini ist ein Schwimmanzug mit einer integrierten Kopfbedeckung. Ein solches Kleidungsstück gibt es schon lange, zuvor nannte es sich Taucheranzug und wurde lediglich zum Tauchen verwendet. Die integrierte Kopfbedeckung kam zumeist nur bei kälteren Temperaturen zum Einsatz.

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Ausziehen, ausziehen, ausziehen!

Galaxienübergreifend spricht man über die Szene von einem Strand in Frankreich. Vier bewaffnete Polizisten stehen um eine Dame herum, die sich ausziehen soll, also zumindest teilweise. Einen Burkini, was eine Mischung aus einer Burka und einem Bikini sein soll, hat sie zwar nicht an, das macht aber nichts. Offensichtlich hat sie zu viel an. Die Staatsmacht gibt erst Ruhe, als endlich nacktes Fleisch zu sehen ist.

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Händeschütteln zur Begrüßung

Die Aufregung in Deutschland ist groß und die Angst noch größer. Viele Deutsche glauben, dass die Überfremdung droht, der Islam Deutschland übernimmt und die deutsche Kultur auf dem Spiel steht. Jetzt diskutieren die in Deutschland sogar Begrüßungsrituale, das Weltall lacht sich halb tot.

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Kennen Sie den Kollegen Heinz-Horst?

Vor einiger Zeit schrieb ich eine Email an die örtliche Polizeidirektion. In der Betreffzeile stand: „Kennen Sie schon den Kollegen Heinz-Horst?“ Den Namen habe ich natürlich verändert, aber ansonsten sind Ähnlichkeiten zu lebenden Personen oder realen Ereignissen natürlich gewollt. Gerne zitiere ich mich nachfolgend selbst und möchte Sie dazu einladen, Heinz-Horst ebenfalls kennen zu lernen.

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Neulich im Amtsgericht

Neulich brauchte ich einen beglaubigten Grundbuchauszug. Also rief ich beim Amtsgericht an und ließ mich mit der dort zuständigen Stelle verbinden. Ein charmanter und fixer Beamter erläuterte mir in sehr freundlichem Ton die drei Alternativen, die es für die Beschaffung gab. An die ersten beiden kann ich mich nicht mehr erinnern, was aber auch egal ist, ich habe mich für Nummer 3 entschieden: „Sie können den beglaubigten Auszug auch direkt hier vor Ort abholen.“ Auf die Frage, wie lange das dauern würde, bekam ich die Antwort: „90 Sekunden, dann ist die Sache erledigt.“ Ich erwiderte, es war gerade kurz nach 11 Uhr, „Wie lange sind Sie noch da?“ „Bis 12 Uhr“ lautete die Antwort. „Ich bin gleich bei Ihnen“, kündigte ich an.

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

Sprachkultur (2)

Gestern war ich in der Aachener Innenstadt. Ich habe mit meiner Firma ab dem kommenden Jahr ein neues Büro angemietet. Aus diesem Grund war ich mit der Maklerin, dem Eigentümer, dem Inhaber einer Umzugsfirma sowie dem Vormieter wegen der Übergabe verabredet. Wir trafen uns alle vor dem Eingang und begrüßten uns per Handschlag.

„Ich kenn Ihnen!“ entgegnete mir der Chef der Umzugsfirma mit einem leichten Lächeln. Herrlich, oder? „Ich kenn Ihnen!“, datt tut man nur in Aachen, sich kennen tun.

Ich bin sicher, der Weihnachtsmann kennt Ihnen alle. In diesem Sinne, frohe Weihnachten Ihnen allen!

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Von: Jürgen Fischer -

Kultur

„Wie man seinen Chef straflos beschimpft“

So lautet eine Überschrift bei Spiegelonline in der Rubrik „Wirtschaft“. „Wer seinen Chef als “Wichser” oder “Arschloch” bezeichnet, muss nicht unbedingt mit der Kündigung rechnen.“ erfährt der Leser. Hoffentlich gilt das gleichermaßen, wenn ich den Autor dieses Artikels, Matthias Bartsch, so bezeichne, was mir natürlich im Traum nicht einfallen würde. Eher vergesse ich bei seinem Namen zwei Buchstaben.

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Von: Jürgen Fischer -