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Die dritte Welle – sie ist ein Muss!

Written by Jürgen Fischer. Posted in Bildung, Irrsinn, Krankheiten

Prof. Wieler vom RKI behauptet in der Pressekonferenz am 12.03.2021, „dass die steigenden Infektionszahlen nichts mit der zuletzt gesteigerten Testaktivität nach der Zulassung von Selbst- und Schnelltests zu tun haben. Auch andere, klinische Indikatoren zeigten einen Anstieg der Infektionsfälle.“ (siehe tagesschau.de hier). Zudem würden die „Inzidenzen bei den Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren „sehr rasant““ steigen (ebenfalls tagesschau.de).

Welche klinischen Indikatoren dies sein sollen, ließ Herr Wieler offen. Soeben (Samstag 13.03. gegen 9 Uhr) wird auf WDR2 darüber berichtet, dass der Anstieg der Inzidenzwerte auch mit den Öffnungen, die es seit letzten Montag in Deutschland geben würde, in Zusammenhang stehen könne.

Für wie bescheuert halten die uns eigentlich? Die dritte Welle wird seit Wochen heraufbeschworen und laut Fachleuten, wie Wieler, Lauterbach, Drosten und Co. befinden wir uns schon seit Wochen in der dritten Welle. Die wollte dann aber einfach nicht kommen, die Zahlen gingen sogar zurück. Aber seitdem man sich umsonst testen lassen kann, seitdem in Schulen und Kindertagesstätten getestet wird, seitdem auch die Unternehmen dazu aufgefordert wurden, mehr zu testen und seitdem Tests in Supermärken erhältlich sind, seitdem gehen die Zahlen endlich nach oben.

Aber einen Zusammenhang dazwischen gibt es angeblich nicht.

Genauso wenig wie es nach Ansicht dieser Protagonisten einen Zusammenhang zwischen Impfungen und anschließenden Komplikationen oder gar Todesfällen gibt. Einen abgesicherten Zusammenhang gibt es nur zwischen Covid-19 und den  gezählten Todesfällen, da gibt es keine Zweifel.

Fakt ist, dass der Anstieg der Mutanten sowie der Anstieg der Fallzahlen keinerlei schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Sterbefälle sinken weiter.

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich der Anstieg des Inzidenzwerts größtenteils mit dem Anstieg an Tests erklären, und zwar insbesondere auch bei Kindern und Jugendlichen. Mit ebenfalls sehr hoher Wahrscheinlichkeit kann man davon ausgehen, dass die Ausbreitung bei Kindern und Jugendlichen schon immer gegeben war, sie wurde nur nicht erfasst.

Und was überhaupt nicht thematisiert wird, ist folgende Tatsache: Bei Kindern und Jugendlichen gibt es so gut wie keine schweren Fälle, insofern ist eine hohe Durchseuchung bei Jüngeren ein erstrebenswertes Ziel.

Wovon alle ablenken wollen, ist das Totalversagen beim Schutz der am stärksten betroffenen Menschen, nämlich den über 70-jährigen und insbesondere auch denjenigen, die in Alten- und Pflegeheimen leben. Beinahe 50 Prozent der Covid-Toten lebten in Alten- und Pflegeheimen. Die Altersstatistik bei den Sterbefällen war bereits zu Beginn der Pandemie bekannt. Die Bundes- und Landesregierungen haben jedoch nicht gehandelt und diese Menschen nicht hinreichend geschützt. Mit gezieltem Handeln hätte ein Großteil der Sterbefälle verhindert werden können.

Wenn man die Anzahl der Covid-Toten auf die Gesamtfälle pro Land bezieht, steht Deutschland sehr schlecht da. Wir haben das beste Gesundheitssystem, aber eine der höchsten Sterberaten (die Zahlen sind vom 13.03.2021):

LandAnzahl TodesfälleFälle insgesamtSterberate
Dänemark2.387219.3051,1%
Schweiz9.413570.6451,6%
Österreich8.831488.0421,8%
Schweden13.146712.5271,8%
Portugal16.650813.1522,0%
Frankreich90.1464.015.5602,2%
Kroatien5.647249.6612,3%
Spanien72.2583.183.7042,3%
Polen46.7241.868.2972,5%
Deutschland73.3482.559.2962,9%

 

Die Fakten sind eindeutig und verdeutlichen das Versagen der politischen Entscheider.

Die Zahlen stehen aber auch für ein Versagen unserer Mediziner. Studien deuten schon länger darauf hin, dass bei uns zu viel invasiv beatmet wird. Dies wird nun erneut durch eine aktuelle Studie bestätigt, wie in der Fernsehsendung monitor (das Erste) am 11.03.2021 berichtet wurde: „Die invasive Beatmung ist immer noch eine Standard-Behandlung bei schwerst erkrankten Covid-19-Patientinnen und Patienten in Deutschland. Über die Hälfte der Menschen stirbt dabei. Eine aktuelle Studie deutet darauf hin, dass die Todesraten bei schonenderen Behandlungen niedriger sein können.“ In dem Fernsehbericht wird verdeutlicht, dass die Sterberate bei schonenderen Behandlungen nicht lediglich ein paar Prozentpunkte, sondern deutlich geringer ausfällt. Diese Erkenntnis sei aber in den Intensivstationen noch nicht angekommen (siehe hier). Entsprechende Hinweise gab es schon länger. Auch hier auf spiegelverkehrt wurde schon im Frühjahr des letzten Jahres (!!!) darüber berichtet.

Tatsache ist, dass Deutschland bei den Sterberaten sehr schlecht abschneidet, obwohl wir eines der besten, wenn nicht gar das beste Gesundheitssystem auf der Welt haben.

Wenn man sich diese Fakten anschaut, ist klar, warum die dritte Welle in Deutschland unbedingt kommen muss. Deutschland braucht deutlich mehr Corona-Fälle, damit sich die Quote verbessert. Und weil diese Fälle nicht von alleine kamen, wird nun mehr getestet.

Von: Jürgen Fischer -