Bildung Krankheiten Seuchen Statistikkritik

Selber rechnen hilft, wenn man es denn kann.

Written by Jürgen Fischer. Posted in Bildung, Krankheiten, Seuchen, Statistikkritik

Selber rechnen hilft, wenn man es denn kann: In Kalenderwoche (KW) 21 wurden 353.467 Menschen getestet, in KW 32 waren es 672.171. Das entspricht einer Steigerung um 90% bzw. auf 190%! Die Zahlen sind dem Lagebericht des RKI vom 12.08.2020 entnommen (siehe hier Seite 12).

Unsere Regierung drückt bei der Erhöhung der Testzahlen ziemlich aufs Gas. Man(n) will sich als Krisenmanager etablieren: Wer Krise kann, kann auch Kanzler. Dafür brauchen wir erst einmal weiter Krise. Allein von KW 31 auf KW 32 stieg die Anzahl der Tests pro Woche um knapp 100.000.

Vergleicht man die Entwicklung der Testzahlen sowie die Entwicklung der positiv getesteten Personen, ergibt sich Folgendes:

Anzahl
Tests
Steigerung
Tests  (%)
positiv
getestet
Steigerung positiv getestet (%)
KW 213534675218
KW 3267217190%690932%

 

Ich habe die Zahlen vor KW 21 außer Betracht gelassen, weil die Positivenrate (Anteil der positiv getesteten Personen in Bezug zur Anzahl der durchgeführten Tests) in den Vorwochen weitaus höher war und zum Teil bei 9% lag. Seit KW 21 schwankt die Positivenrate zwischen 1,5% und 0,6% (Betrachtung nach Kalenderwochen).

Bei einem Anstieg der Tests auf 190% und gleichbleibender Verbreitung von Covid-19 hätte die Anzahl positiv getesteter Personen in KW 32 bei ca. 10.000 Menschen (5218 mal 1,9) liegen müssen. Der Tabelle ist zu entnehmen, dass es deutlich weniger waren.

Wenn sich das Virus, wie von allen Seiten behauptet, wieder stärker verbreiten würde, hätten es in KW 32 weitaus mehr als 10.000 positiv getestete Personen sein müssen. Wir landen aber deutlich unter dieser Zahl. Somit sind sowohl die Ausbreitungsgeschwindigkeit als auch die Verbreitung von Covid-19 in der Bevölkerung im Vergleich zum Mai rückläufig!

An den Zahlen ändert sich auch nichts, wenn Presse, Politiker und Fachleute täglich das Gegenteil behaupten.

Obwohl die Zahlen also eindeutig geringer als im Mai sind, sollen Kinder in NRW bei 30 Grad Celsius mit Masken im Unterricht sitzen. Warum nicht gleich im Neoprenanzug und mit Tauchermaske? Das wäre doch viel sicherer.

Es gibt satte Strafen für diejenigen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln ihre Masken nicht richtig aufsetzen und man unterstellt ihnen mangelnde Solidarität, was wiederum die Maskenverweigerer unsolidarisch finden, weil aus ihrer Sicht das Volk einmal wieder in blindem Gehorsam seinen Führern folgt. Das ist aber auch wirklich verzwickt, wenn so keiner weiß, wer recht hat und der Glaube regiert.

Ob mit oder ohne Abstand, mit oder ohne Maske, ob mit oder ohne Strafen, das Virus ist weltweit nicht klein zu kriegen. Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse dafür, dass die in aller Herren Länder ergriffenen Maßnahmen sowie die Verbreitung des Virus in irgendeinem Zusammenhang stehen. Allein der Glaube zählt. Daher macht auch jedes Land irgendwas anderes. Halt jeder so, wie er glaubt.

Relativ betrachtet sinken bei uns die Zahlen. Weil das so ist, nehmen halt alle die absoluten Zahlen. Die absoluten Zahlen steigen und damit kann man alle möglichen Maßnahmen begründen. Und das Volk glaubt und folgt im blinden Gehorsam, dabei würde Rechnen helfen. Zumindest dürfen unsere Kinder nun wieder Rechnen lernen.

Von: Jürgen Fischer -